PREMIERE — 16.01.2020

Was bedeutet Erwachsenwerden heutzutage? Alles hat sich verändert, wir sind freier, ungezwungener und können mit Themen wie Pubertät und Sexualität total locker umgehen. Oder doch nicht? Sind Eltern heute immer noch verständnislose Spielverderber und die Kinder hormongesteuerte Monster?

THE BEAUTIFUL MINDS erkundet mit jugendlichen Geflüchteten, „Einheimischen“ sowie Erwachsenen die beste und gleichzeitig schlimmste Zeit unseres Lebens: unser Frühlingserwachen. 

PREMIERE — 06.06.2019

Sucht sucht sich ihren Weg. Und ab und an finden Süchtige einen Trost und Halt im Glauben. Aber Sucht sucht auch nach dem Sinn des Ganzen. Warum bin ich hier? Warum leide ich? Gibt es eine Erlösung von meinem Leiden? Darum bieten die Themen Sucht und Glauben mehr Schnittmengen als man denken könnte.

Menschen mit langjährigen Suchterfahrungen haben sich in diesem Projekt ein Grimmsches Märchen als Vorlage genommen: DAS MÄDCHEN OHNE HÄNDE. Drum herum oder zwischendrin fließen Texte der Teilnehmer über ihre eigenen schwierigen Lebenswege in die Inszenierung ein …

PREMIERE — 30.05.2019

Sie ist ein Schlüsseltext der Aufklärung. Wann immer es um die Toleranz der Religionen sowie ihrer Anhänger untereinander geht, wird sie zitiert: die Ringparabel aus dem Theaterstück „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessings. In Zeiten der immer schneller voranschreitenden Modernisierung könnte man meinen, dass Religion und Glaube keine große Rolle mehr spielen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Götter kehren zurück und Köln ist ihre Hauptstadt. In keiner anderen deutschen Stadt gibt es so viele verschiedene Glaubensgemeinschaften.  

PREMIERE — 09.05.2018

DRUGLAND ist kein Märchenwald. DRUGLAND ist ein Krisenherd im Herzen von Köln. Am Neumarkt haben sich die Konflikte zwischen Drogenabhängigen, Dealer_innen, Anwohner_innen, Geschäftsinhaber_innen, Ordnungskräften und Sozialarbeiter_innen in den öffentlichen Raum eingeschrieben: DRUGLAND ist gleichzeitig Shoppingzone und Drogen-Hot-Spot, alteingesessenes Wohngebiet und No-Go-Area, Hilfsangebot und städtische Verelendung, Konsum- und Gefahrenzone. Mit einem Ensemble aus professionellen Schauspieler_innen und Menschen aus den verschiedenen Interessensgruppen sammelt das Theaterprojekt Geschichten und Positionen aller Beteiligten und fügt sie zu einem großen Bild zusammen: Wer bestimmt den öffentlichen Raum? Wer gestaltet seine Regeln? Wessen Stimme wird gehört und wer bleibt ungehört? Wer ist sichtbar und wer unsichtbar? Wer ist wehrhaft, wer ohnmächtig? …

Premiere — 14.06.2017

Ist eine integrierte Gesellschaft möglich? Unter welchen Bedingungen kann es ein Zusammenwachsen geben? Wie begegnen sich insbesondere junge Flüchtlinge und junge „Einheimische“? 

Gemeinsam mit 15 jungen Menschen im Alter von 10-18 Jahren – Flüchtlinge, die in Bonn untergebracht sind, sowie einheimische, seit langem hier beheimatete Jugendliche unterschiedlichster Herkunft – haben wir uns über einen Zeitraum von über sechs Monaten mit diesen Fragen beschäftigt und ein sinnlich-poetisches Projekt entwickelt, basierend auf Peter Handkes Theaterstück DIE STUNDE DA WIR NICHTS VONEINANDER WUSSTEN.  
Dieses Stück enthält kein einziges gesprochenes Wort, sondern besteht aus einer
Choreographie kurzer und langer Begegnungen zwischen unterschiedlichsten Figuren an einem fiktiven Ort, der irgendwo in Europa sein könnte …

PREMIERE — 16.03.2016

Im Film HASS brennen die Pariser Vorstädte – die Welt der Ausgestoßenen und sozial Benachteiligten – die Gewalt eskaliert. Wird es auch in Deutschland dazu kommen? Wir haben die Geschichte in die Lebenswelt der Sinti und Roma in Deutschland verlegt – eine Minderheit, die laut jüngster Studien von der Mehrheit der Deutschen abgelehnt wird. Welchen gesellschaftlichen und politischen Zündstoff birgt die kontinuierliche Ausgrenzung der Sinti und Roma – besonders in Zeiten von Pegida, den Misshandlungen von Asylanten durch Sicherheitskräfte in NRW und den Anschlägen auf Charlie Hebdo? Drei Roma und fünf Sinti erzählen die Geschichte des Films und in szenischen Brüchen auch von ihren eigenen, persönlichen Erlebnissen, ihren Werten und Zukunftsträumen. Wo gehöre ich hin? …

PREMIERE — 27.01.2016

Erzählt wird die Lebensgeschichte des Sintos Johann „Rukeli“ Trollmann, der 1933 Deutscher Meister im Boxen und später von den Nazis im KZ ermordet wurde. Nachdem die Nazis ihm den Meistertitel aberkannt hatten und er jahrelang auf der Flucht war, kämpfte er im 2. Weltkrieg für Deutschland an der Front. Nach drei Jahren in der Wehrmacht wurde er ins KZ deportiert, wo er Schaukämpfe mit SS-Offizieren austragen musste. Als er bei einem dieser Kämpfe seinen Aufseher niederstreckte, wurde Trollmann vom selben Aufseher am nächsten Tag hinterrücks erschlagen …